Was heißt systemisches Arbeiten?

Wissenschaftliche Theorien, wie beispielsweise:
Biologische Erkenntnistheorie (Autopoiesis), Radikaler Konstruktivismus, Theorie sozialer Systeme, Kybernetik (2.Ordnung) u.a., führen dazu, eine besondere Haltung dem Menschen gegenüber zu haben.  Diese ist geprägt von der Überzeugung, dass der Mensch sich seine eigene Wirklichkeit konstruiert und dies vor dem Hintergrund seiner Lebenserfahrungen und -historie. Schlussfolglich sind die Rat- und Hilfesuchenden „Experten und Expertinnen“ ihrer selbst.
Die systemische Arbeit nimmt nicht den Menschen als defizitär in den Blick, sondern geht davon aus, dass Personen stets versuchen, sich so an ihre Umwelt und Umgebung anzupassen, dass diese für sie ein Gleichgewicht bildet.
Im systemischen Denken zielt das beraterische Handeln darauf ab, Impulse in ein System zu geben, welches hierdurch in neue Bewegung kommt und möglicherweise neue, für alle Beteiligten dienlichere Konstellationen findet.
Ich lade Sie ein, einmal zu überlegen, wie hilfreich Ihnen der gute Rat einer verbundenen Person ist, gegenüber einer Lösungsidee, die Sie selber entwickelt haben. Erfolgsversprechender wird Ihre Lösung sein.
Die systemische Arbeit sehe ich als ein Denken und Handeln, wobei die Kraft für Veränderung immer in dem Hilfesuchenden liegt und ich mit Impulsen durch Methoden und Fragetechniken mein Gegenüber aktivieren kann.Mit weiteren theoretischen Ausführungen möchte ich Sie nicht aufhalten, da viele wissenschaftliche Erkenntnisse aus unterschiedlichen Disziplinen Mit- und Weiterentwickler der Systemtheorie waren und sind, wie beispielsweise:

  • Die Systemtheorie nach Ludwig von Bertalanffy oder nach Niklas Luhmann
  • Autopoiesis nach Humberto Maturana
  • Der radikale Konstruktivismus nach Ernst von Glaserfeld
  • Die Kybernetik 2.Ordnung nach Heinz von Förster
  • u.v.a

Hervorragend, wenn ich Ihr Interesse für weitere Recherchen geweckt habe.